Das Ambrì-Fieber und seine Nebenwirkungen

Wie vergangene Saison kann man wieder einen enorm engen Kampf um die letzten Playoff-Plätze erwarten. Letzte Saison brauchte man 75 Punkte für die Playoffs. Diese Regular Season liegt der Cut wohl deutlich tiefer. 69 Punkte könnten durchaus reichen.

Geht man von diesen 69 aus, verbleiben fünf Teams im Rennen um zwei Plätze. Das Spitzenquartett Zug, ZSC, Genf und Davos muss sich eh schon lange keine Sorgen um die Playoffs mehr machen. Lausanne und Biel stehen kurz vor dieser Marke und wird man in den Playoffs sehen. Die Rapperswil-Jona Lakers kommen auf 68 Punkte, wenn sie all ihre restlichen acht Spiele gewinnen. Daher werden sie wie erwartet auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in den Playouts spielen. Damit bleiben Lugano, die SCL Tigers, der SC Bern, Ambrì und Fribourg übrig. Fünf Mannschaften, die mit völlig unterschiedlichen Ausgangslagen in die letzten drei Wochen der Regular Season gehen.

HC Lugano (61 Punkte, 7 verbleibende Spiele, maximal 82 Punkte)

Das 2:7 im Derby in Ambrì am 17. Dezember kostete Sami Kapanen den Job. Mit Serge Pelletier präsentierte Lugano einen überraschenden Nachfolger. Bisher scheint es aber zu funktionieren. Seither haben die Bianconerì neun Siege gefeiert und sich wieder über den Strich gehievt. Aufgrund der momentanen Ausgangslage brauchen sie aus sieben Spielen wohl nur noch drei weitere Siege. Unter anderem treffen sie zu Hause noch zweimal auf Ambrì und möchten natürlich für die monumentale Klatsche Revanche nehmen.

SCL Tigers (57 Punkte, 8 verbleibende Spiele, maximal 81 Punkte)

Die SCL Tigers sind mit nur einem Sieg in den letzten fünf Spielen direkt an den Strich herangerutscht. Dabei verloren sie die Partien gegen die direkten Konkurrenten Ambrì und Bern. Um zum zweiten Mal in Serie in den Playoffs dabei zu sein, braucht es aus den acht Spielen sicher vier Siege. Schaut man auf ihr Restprogramm fällt auf, dass sie mit Fribourg nur noch auf einen direkten Playoff-Gegner treffen. Die Emmentaler spielen noch je einmal gegen die ersten sechs Teams der jetzigen Tabelle.

SC Bern (56 Punkte, 8 verbleibende Spiele, maximal 80 Punkte)

Bei Bern hat man mit der Entlassung von Erfolgscoach Kari Jalonen für die grosse Schlagzeile gesorgt. Mit Hans Kossmann an der Bande geht es in den acht zu spielenden Spielen darum zu verhindern, dass sie erstmals seit sechs Jahren die Playoffs verpassen. Sein Debüt gegen Ambrì ging klar verloren. Gegen die Tigers gewann man das Do-or-Die-Spiel in extremis. Nun braucht es fünf weitere Siege für die Playoffs. Nach der Pause empfängt der SCB zu Hause ZSC und Zug und schliesst dann die Regular Season mit Spielen gegen Fribourg und Lausanne ab.

HC Ambrì-Piotta (55 Punkte, 7 verbleibende Spiele, maximal 76 Punkte)

Die Ausgangslage scheint für Ambrì nicht gerade günstig zu sein. Bei nur noch sieben Spielen braucht es wohl fünf Siege. Nach der grandiosen letzten Saison ist es aber nur schon positiv zu werten, dass man noch Chancen auf die Playoffs hat. Zu oft musste man in den letzten Jahren die Hoffnungen bereits um Weihnachten begraben. Ihr Restprogramm hat es mit zwei Derbys und zwei Spielen gegen Davos durchaus in sich. Dazu spielen sie noch gegen Genf und den ZSC. Je nachdem geht es für diese beiden Teams um nicht mehr so viel und sie beginnen Kräfte für die Playoffs zu schonen. Hat Ambrì bis zum Ende die Chance auf die Playoffs, wird es in der 50. Runde definitiv ein explosives Derby.

HC Fribourg-Gottéron (53 Punkte, 10 verbleibende Spiele, maximal 83 Punkte)

Gottéron hat mit zehn verbleibenden Spielen im Kampf um die zwei Playoff-Plätze die vermeintlich beste Ausgangslage. Fünf Siege könnten reichen, damit die Saanesädter wieder in den Playoffs auftauchen. Dass sie nach grossen Turbulenzen überhaupt in dieser Ausgangslage sind, ist einigermassen erstaunlich. Mit 2.30 Toren pro Spiel treffen sie so wenig wie kein anderes Team der Liga. Unter anderem treffen sie noch zweimal auf Lausanne und mit Lugano, den Tigers und Bern auch noch auf direkte Gegner um die Playoffs. Es stehen zwar nur noch vier Heimspiele an, aber die Qualifikation schliessen sie im eigenen Stadion gegen Genf ab.

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